Strenger Winter hinterlässt Spuren in der Handwerkskonjunktur
Der Aufwärtstrend der Handwerkskonjunktur im Kammerbezirk Osnabrück-Emsland ist durch den langen und strengen Winter abgebremst worden. Die saisonal bedingten Bremsspuren geben allerdings keinen Anlass zur Sorge, dass das Handwerk in eine schwierige wirtschaftliche Entwicklung geraten ist. Der Geschäftsklimaindikator (GKI), der auch 2009 die Erwartungen des Handwerks mit berücksichtigt, fiel vom Herbst um fünf Punkte auf den Index von 75, lag aber um drei Punkte höher als noch vor einem Jahr. Vor allem die Einschätzung für die kommenden Monate gibt Anlass zu Optimismus. Danach sollte es zu einer weiteren Stabilisierung im Handwerk der Region kommen.
- Der Geschäftsklimaindikator gab auf den Index von 75 Punkten nach und wird insbesondere durch die Erwartungen stabilisiert.
- Die Beschäftigung im Kammerbezirk konnte aufgrund des strengen Winters nicht auf dem bisherigen Niveau gehalten werden. 72% der Betriebe haben ihr Personal gehalten, nur 10% aller Unternehmen haben mehr Personal eingestellt, 18% mussten den Personalbestand reduzieren. Ebenfals 18% der Unternehmen sind auf der Suche nach qualifiziertem Personal. Diese Quote nahm deutlich zu.
- Die Umsätze haben relativ stark nachgegeben. Starke Umsatzeinbußen kommen aus dem Bauhauptgewerbe bedingt durch den langen Winter und aus dem Kraftfahrzeuggewerbe bedingt durch das Auslaufen der Abwrackprämie. In den Ausbaugewerken gaben die Umsätze nur ganz leicht nach. Auch die Investitionsgüter- und Zulieferhandwerke zeigen sich leicht erholt und die Nahrungsmittelhandwerke konnten sogar ganz leicht zulegen.
- Leichte negative Tendenz gab es auch bei den Auftragseingängen. Im Bauhauptgewerbe blieb die Auftragslage ausgeglichen, obwohl die Aufträge aufgrund des Winters nicht ausgeführt werden konnten. Die Auftragsreichweite liegt noch bei 8,3 Wochen.
- In fast allen Handwerksgruppen haben sich die wirtschaftlichen Indikatoren leicht abgeschwächt. Der GKI im Bauhauptgewerbe ist aber trotz der Umsatzschwäche nur um zwei Punkte gefallen. Analog war die Entwicklung in den Investitionsgüter- und Zulieferhandwerken. Die Nahrungsmittelhandwerke waren mit der Entwicklung der letzten Monate sehr zufrieden und konnten ihren GKI auf 82 Punkte verbessern.
Den ausführlichen Konjunkturbericht für das Frühjahr 2010 können Sie hier herunterladen und als Faltblatt ausdrucken. Flyer Konjunkturbarometer Frühjahr 2010
|