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Umweltzone in
Osnabrück ab
dem 4. Januar 2010
BTZ in Nordhorn wird für vier Millionen Euro auf den neuesten Stand gebracht
Den Startschuss für die geplante Grundmodernisierung des Berufsbildungs- und Technologiezentrums (BTZ) des Handwerks in Nordhorn haben jetzt Vertreter der Handwerkskammer Osnabrück-Emsland, der Kreishandhandwerkerschaft der Grafschaft Bentheim, des BTZ sowie der Landtagsabgeordnete Reinhold Hilbers gegeben. Vier Millionen Euro, bestehend aus Fördermitteln des Bundes, des Landes und des Europäischen Sozialfonds sowie einem beträchtlichen Eigenanteil, werden in den nächsten etwa zehn Monaten in die Gebäude am Coesfelder Hof gesteckt. Die 40 Jahre alten Gebäude werden „radikal modernisiert“, wie es Kammerpräsident Peter Voss formulierte. „Wir brauchen eine räumliche und technische Ausstattung auf höchstem Niveau, um vorhandenes und zukünftiges Personal im Handwerk weiterhin fachgerecht qualifizieren zu können.“ Das Geld fließt neben der energetischen Modernisierung – neue Fenster, neu isolierte Außenwände und ein besser isoliertes Dach – auch in eine neue Heizungsanlage, eine neue Lüftungsanlage und eine moderne Wärmerückgewinnung. Dies alles helfe in den nächsten Jahren die Betriebskosten zu senken, so BTZ-Geschäftsführer Tilman Stürmer. „Das Gebäude ist nachher auf dem Stand eines Neubaus.“

Weiterhin werde in die moderne Ausstattung der Werkstätten investiert. Aus Synergiegründen würde die Metallwerkstatt in die Nähe des vor drei Jahren eingerichteten modernen Schweißzentrums gelegt und mit modernen CNC-Maschinen im Bereich Drehen und Fräsen ausgestattet. Die Tischlerei werde sowohl räumlich als auch maschinell ausgebaut, ebenso der Elektrobereich. Die sanitären Anlagen sowie die Lehrerbüros würden ebenso wie die Unterrichtsräume zukünftig modernsten Anforderungen gerecht werden. „Das BTZ in Nordhorn bekommt nicht nur äußerlich eine neue Optik“, so Stürmer.

Die Baumaßnahmen am etwa 3300 Quadratmeter großen Gebäude finden bei laufendem Betrieb statt. Unterricht findet deshalb vorübergehend in mobilen Unterrichtsräumen statt. Der Großteil der anstehenden Baumaßnahmen wird nach einer öffentlichen Ausschreibung von Betrieben aus der Grafschaft übernommen, wie Kreishandwerksmeister Franz-Dieter Gussek erfreut bekannt gab. Das BTZ sei also auch in dieser Hinsicht wichtig für das regionale Handwerk. Reinhold Hilbers betonte die gut funktionierende Partnerschaft zwischen dem BTZ und dem Landkreis Grafschaft Bentheim. Er habe sich gerne für den Bildungsträger BTZ eingesetzt, denn „sie leisten eine hervorragende Arbeit und Fachkräftemangel darf nicht zur Wachstumsbremse werden“, so der Landtagsabgeordnete.

In den nächsten zwei Jahren wird das BTZ nach den Worten von Tilman Stürmer auch seine Standorte in Lingen und Meppen modernisieren. An der Beckstraße in Lingen werde man ebenfalls etwa vier Millionen Euro investieren, beim BTZ in Meppen rund zwei Millionen Euro. In der Gesamtsumme für alle drei Standorte sei ein Eigenanteil von drei Millionen Euro enthalten. „Das ist ein gutes Signal an die Jugend, dass das Handwerk modern ist und gut ausbildet“, betonte der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer, Dr. Heinz-Gert Schlenkermann, die sehr guten Chancen von ausbildungswilligen jungen Menschen im Handwerk.